Ethos und acht Schweizer Pensionskassen stellen verschiedenen
Generalversammlungenn von Schweizer Unternehmen im Jahr 2010
Aktonärsanträge. Als langfristiger Investor verfolgt Ethos das
Ziel, die Aktionärsrechte zu stärkten und die Corporate Governance
der Unternehmen zu verbessern.
4 Aktionärsanträge "Say on Pay"
für eine Konsultativabstimmung des Vergütungsberichts (Holcim, Novartis, Swiss Re und
Zürich Financial Services)
4 Aktionärsantrag "Stop Chairman-CEO"
für eine Trennung der Funktionen als Verwaltungsratspräsident
und Mitglied der Geschäftsleitung (Novartis)
Im Herbst 2008 reichte Ethos zusammen mit acht Schweizer Pensionskassen
bei
den fünf grössten in der Schweiz kotierten Unternehmen einen sogenannten
Say-on-Pay-Aktionärsantrag ein. Dieser verlangte die Einführung einer
Konsultativabstimmung der Generalversammlung über den Bericht der
Managementvergütungen. Diese Aktionärsanträge trugen Früchte: vier
der fünf Unternehmen (ABB, Credit Suisse Group, Nestlé und UBS)
liessen ihre Generalversammlungen vom Frühjahr 2009 konsultativ
über den Vergütungsbericht abstimmen. Bei diesen Unternehmen konnte
Ethos den Antrag zurückziehen. Einzig Novartis ging nicht auf das
Aktionärsanliegen ein und empfahl, den Aktionärsantrag abzulehnen.
Allerdings stimmten 31 Prozent der Novartis-Aktionäre für den
Ethos Antrag.
Ethos wird die Bestrebungen für mehr Aktionärsrechte im Bereich der
Vergütungen dieses Jahr weiterziehen: Derselbe Aktionärsantrag wird
den Generalversammlungen von Holcim, Swiss Re, Zürich Financial
Services erstmals und Novartis zum zweiten Mal gestellt.
Die Trennung der Funktionen als Verwaltungsratspräsident und
Vorsitz der Geschäftsleitung (Chief Executive Officer – CEO)
ist Grundlage einer guten Corporate Governance. In den letzten
Jahren hat die Kumulierung dieser beiden Funktionen in der
Praxis und in den meisten Ländern stark abgenommen.
In der Schweiz haben kürzlich grosse Unternehmen wie Nestlé und
Roche die Funktionen an der Konzernspitze getrennt. Von den
zwanzig Unternehmen des Swiss Market Index ist einzig der
Verwaltungsratspräsident von Novartis gleichzeitig auch CEO.
Novartis gibt für diese seit zehn Jahren bestehende Führungsstruktur
keine Begründung. Ethos und acht Pensionskassen stellen deshalb
der ordentlichen Generalversammlung vom Frühjahr 2010 von
Novartis einen Aktionärsantrag "Stop Chairman-CEO", der
ein Doppelmandat künftig verhindern will.
Ethos hat eine
Gruppe zur Unterstützung der
Aktionärsanträge gegründet.
Mitglieder dieser Gruppe sollen Schweizer und
internationale institutionelle Investoren sein,
welche die Anträge öffentlich unterstützen.
Um der Unterstützungsgruppe beizutreten,
benützen Sie das Beitrittsformular.
Haben Sie Fragen?
Dann rufen Sie uns an.
Die Unterstützungsgruppe für die Ethos Aktionärsanträge 2010
zählt die folgenden Mitglieder. Sie verwalten ein Gesamtvermögen von
630 Milliarden Schweizer Franken
(ca. EUR 420 Milliarden).